Allgemeines
Die gesundheitlichen Schäden, die Würmer bei Hunden,
Katzen oder Kleintieren anrichten können, sind sehr
unterschiedlich.
Sie reichen von der allgemeinen Schwächung des Tieres
und dessen Abwehrsystems bis hin zum Tod des Tieres.
Neben der Gefährdung des Tieres besteht jedoch auch oft
für den Menschen eine Infektionsgefahr die man nicht auf
die leichte Schulter nehmen sollte.
Die Infektion mit Würmern kann beim Menschen zu schweren
Organstörungen und -schäden führen, die sogar tödlich
verlaufen können.
Um diese Schäden für das Tier und den Menschen
wirkungsvoll verhindern zu können, sollten Hunde,Katzen
und auch Kleintiere regelmäßig (alle drei Monate)
entwurmt werden und das auch, wenn die Tiere nur im Haus
leben !
Denn eine Entwurmung ist das beste Mittel um Würmer
garnicht erst einen Schaden anrichten zu lassen und die
Kosten für eine Entwurmung sind gering im Gegensatz zu
einer Tierarztbehandlung bei starkem Wurmbefall.
Infektion
Ihr Tier kann sich sich auf verschiedenste Weise mit
Würmern infizieren. Leider ist es kaum möglich, einer
Infektion vorzubeugen, da man die Tiere den
Gefahrenquellen nicht entziehen kann. Hunde und Katzen
mit Auslauf können sich quasi überall infizieren. doch
auch nur in der Wohnung gehaltene Tiere können sich mit
an Ihren Schuhen haftenden Eiern oder über
Zwischenwirte, z.B. Flöhe, dessen Eier Sie ebenfalls mit
den Schuhen hereinbringen könne, anstecken.
Daher ist die regelmäßige Entwurmung der Tiere mit
geeigneten Mitteln zu raten.
Verlauf:
Nach der Ansteckung gelangen die Eier oder Larven in den
Darm der Tiere und entwickeln sich im Körper zum
ausgewachsenen Wurm.
Dabei wandern sie meist durch verschiedene Organe und
können erhebliche Verletzungen verursachen.
Nach den Infektionswegen unterscheidet grundsätzlich man
folgende Infektionsmöglichkeiten:
Ansteckung durch Mund oder Nahrung (orale Infektion) .
Durch Auflecken von Wurmeiern oder -larven (Spul- und
Hakenwürmer) aus der Umgebung oder durch Fressen
infizierter Zwischenwirte wie Mäuse oder Vögel
(Bandwürmer) oder über Flöhe (Bandwürmer) können
sich die Tiere mit Würmern infizieren.
Ansteckung durch die Haut (perkutane Infektion) .
Hakenwurmlarven können auch durch die Haut in das Tier
eindringen.
Ansteckung über die Mutter (intrauterine und laktogene
Infektion) .
Ruhende Larven (Dauerlarven) im Körpergewebe des
Muttertieres werden erenut mobilisiert und erreichen
über das Blut in die Gebärmutter und die Milchdrüsen.
Sie infizieren die ungeborenen Welpen.
Nach der Geburt nehmen die Jungtiere weitere Wurmlarven
über die Milch auf (Spulwürmer).
Symptome:
Ihr Tier kann von Würmern befallen sein, ohne dass Sie
dies merken.
Fast alle Hunde und Katzen durchlaufen in ihrem Leben
eine Infektion mit Würmern.
Die Symptome hängen stark von Alter, Gesundheitszustand
und Widerstandsfähigkeit des Tieres und von der
jeweiligen Wurmart ab.
Da die Symptome aber meist keinen direkten Rückschluss
auf die Art der Wurminfektion zulassen, empfiehlt sich
die Behandlung mit einem Mittel, dass gegen alle
Wurmarten wirkt.
Folgende Symptome können auf
Wurmbefall hinweisen:
Sichtbare Wurmteile im Kot (Untersuchung durch Tierarzt)
.
Erbrechen .
Blutarmut .
Blut im Kot .
schlechte Wundheilung .
glanzloses, struppiges Fell .
Gewichtsverlust, Abmagerung .
aufgeblähter Bauch bei Jungtieren (sog. Wurmbauch) .
verminderte Fruchtbarkeit .
Leistungsminderung .
allgemein herabgesetzte Widerstandskraft und Vitalität .
Bei Jungtieren kann massiver Befall der Tiere sogar zum
Tod führen .
Diagnose .
Die Diagnose des Wurmbefalls geschieht meist über die
mirkoskopische Untersuchung des Tierkotes.
Sie ist aufwendig und leider nicht immer ganz
zuverlässig.
Dies liegt zum einen an der unregelmäßigen
Eiausscheidung und den unterschiedlichen
Entwicklungsstadien der verschiedenen Wurmarten.
Das negative Ergebnis einer Kotuntersuchung besagt also
nur, dass zur Untersuchung keine Wurmeier oder -larven im
Tierkot nachgewiesen werden können, aber nicht dass das
Tier keine Würmer hat.
Zum anderen können die auch für den Menschen sehr
gefährlichen Arten kaum von den harmloseren Wurmarten
unterschieden werden.
Außerdem kann es bei der Feststellung der Verwurmung
schon zu erheblichen gesundheitlichen Schäden beim Tier
gekommen sein.
Beim Auftauchen von Symptomen sollte daher immer eine
sofortige Entwurmung durchgeführt werden, um die
Gesundheitsschäden für das Tier zu begrenzen.
Neben der akuten Behandlung empfiehlt sich außerdem die
routinemäßige, in regelmäßigen Abständen
vorgenommene Entwurmung Ihres Haustieres (optimal: 4 mal
im Jahr) mit einem Breitspektrum-Entwurmungsmittel (gegen
Band- und Rundwürmer).
Damit schützen Sie Ihr Haustier optimal vor den Gefahren
der Wurminfektion und reduzieren die Verseuchung der
Umwelt mit infektiösen Wurmeiern.
Nur durch regelmäßige Entwurmung Ihrer Haustiere
können Sie sich und Ihre Familie (besonders Ihre Kinder)
umfassend und zuverlässig vor möglichen Ansteckungen
schützen.
Fragen Sie Ihren Tierarzt!
Spulwurm :
Spülwürmer kommen überwiegend bei
Welpen vor, aber auch erwachsene Hunde und Katzen sind
vor ihrem Angriff nicht sicher.
Die Welpen werden von der Mutter über die Milch mit den
Wurmlarven infiziert, diese wandern durch den Körper der
Wirtstiere, um schließlich den Dünndarm zu besiedeln,
wo sie sich mit Hilfe ihrer Sauglippen an die Darmwand
anheften.
Von dem reichhaltigen Nährstoffangebot des Wirtes
profitiert der Parasit und entzieht den Welpen wichtige
Nährstoffe, die zu einer schlechten Entwicklung führen
können (Jungtiere neigen zum Kümmern, zu rachitischen
Beschwerden und Darmkatarrh, zeigen oft einen
aufgeblähten Bauch und struppiges Fell) .
. Im allgemeinen überlebt der Wurm dadurch, daß er sich
verborgen hält und seinen Wirt nicht tötet, nur so kann
der Wurm sein eigenes Überleben sichern und möglichst
viele Tiere anstecken.
Bei starker Überbesiedelung im Darm können vom Tier
auch mal Würmer erbrochen werden, das ist jedoch ein
eher seltenes Zeichen für einen Wurmbefall.
Ältere Katzen entwickeln gelegentlich eine Art
Altersresistenz.
Nach oraler Aufnahme infektiöser Eier erreichen die
meisten Larven nach einigen Umwegen im letzten
Entwicklungsstadium den Dünndarm.
Manche wandern jedoch in den arteriellen Kreislauf,
verteilen sich im Gesamtorganismus und kapseln sich in
der Muskulatur ab - Trächtigkeit aktiviert sie wieder!!!
Die Infektion mit diesem Wurm ist für uns Menschen und
besonders für unsere Kinder von großer Wichtigkeit, da
sich dieser Parasit beim Menschen als die gefürchtete
Wanderlarve einnistet.
Spulwürmer kommen aber auch häufig bei Heimtieren wie
beispielsweise Hörnchen, Mardern, Frettchen Vögeln und
Reptilien vor.
Dünndarm mit starkem Spulwurmbefall
(Ascaridia)-(Bayer )

Andere Rundwürmer (Nematoden) bei
Heimtieren (beziehen sich auf das Kanninchen)
Magenwürmer (Graphidium): Der
ausgewachsene rötliche Wurm lebt im Magen des Kaninchens
und legt dort die Eier ab, die mit den Kaninchenkot
ausgeschieden werden. Die Eier reifen im Gras, die Larve
schlüpft und wird von dem Kaninchen mit dem Gras
verschluckt.
Im Magen entwickelt sich schließlich der Magenwurm.
Der Wurm führt überwiegend bei Jungtieren zu
Abmagerung, Schwäche und Blutarmut.
Fadenwürmer (Trichostrongylus): Die
fadenförmigen, weißlichen Würmer befallen überwiegend
den Dünndarm der Kaninchen.
Die Eier dieses Parasiten werden mit dem Kot
ausgeschieden und die Entwicklung einer Larve findet im
Freien statt.
Nach etwa 2 Wochen ist diese Larve infektiös und kann,
wenn sie von einem Kaninchen verschluckt wird, einen
ausgewachsenen Wurm bilden.
Diese Parasiten können einen schleimigen bis wässerigen
Durchfall mit schwerwiegender Schädigung der
Dünndarmzotten erzeugen .
Dies führt zu Mattigkeit, fortschreitender Abmagerung
durch Eiweiß- und Nährstoffverlust und schließlich zum
Tode des Tieres.
Madenwürmer (Oxyuris): Dies ist
die häufigste Rundwurmart der Hauskaninchen, die auch
beim Meerschweinchen , Goldhamster, Mäusen und Ratten,
Gerbil sowie Hörnchen vorkommt.
Die Würmer befallen den Blinddarm und Dickdarm des
Kaninchens, die Weibchen wandern zur Eiablage in den
Enddarm.
Hier entwickelt sich nach wenigen Stunden eine
infektiöse Larve, die in den Eiern mehrere Monate
überleben kann.
Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden und von einem
anderen Kaninchen während der Grünfutteraufnahme
verschluckt, so daß die Larve schlüpft und den Zyklus
vervollständigen kann.
Auch die Selbstansteckung findet statt, indem das
Kaninchen seinen Blinddarmkot frißt.
Jungtiere werden bereis im Zuchtstall infiziert.
Die Anzeichen der Erkrankung sind mit Juckreiz im
Afterbereich, Durchfall und Abmagerung nur schwach
ausgeprägt .

Rundwürmer sind fadenförmige
Würmer.
Ihr Körper läuft an beiden Enden fadenförmig zu. Die
Länge der ausgewachsenen Würmer reicht je nach Art von
1 Millimeter bis hin zu 25 Zentimetern.
Alle Rundwürmer besitzen eine stabile, elastische Haut
und einen Verdauungsapparat.
Dieser beginnt mit der Mundkapsel, die neben der
Nahrungsaufnahme häufig auch zur Anheftung an die
Darmwand dient.
Rundwürmer ernähren sich vom Darminhalt des Tieres und
von dessen Körpersubstanz, z.B. Schleimhautzellen oder
Blut.
Jedes erwachsene Wurmweibchen kann täglich mehrere
Tausend Eier abgeben.
Nach dem Ausscheiden der Eier mit dem Kot des Tieres
entstehen infektiöse Larven.
Diese können nun von anderen Haustieren, z.B. bei einem
Spaziergang, aufgenommen und abgeschluckt werden.
Die Larven wandern dann durch unterschiedliche Organe des
Wirtes und können dort beträchtliche Schäden
anrichten.
Anschließend erreichen sie wieder den Darm, werden dort
zu erwachsenen Würmern und beginnen nach der Paarung mit
der Eiablage.
Der Lebenszyklus
Hakenwurm (Ancylostoma) hakenförmiger
blutsaugender Dünndarmparasit :
Sie kommen überwiegend bei
Fleischfressern vor.
Einige Arten können auf den Menschen übertragen werden.
Hakenwürmer werden von Welpen über die Milch
aufgenommen, können aber auch verschluckt werden.
Die Hakenwurmlarven können unter günstigen Bedingungen
durch die intakte Haut in den Körper der Tiere
eindringen.
Der erwachsene Wurm lebt im Dünndarm und ernährt sich
vom Blut oder Plasma des Wirtes.
Dazu beißt er mit beachtlichen Kauwerkzeugen die
Dünndarmzotten ab und saugt das austretende Blut auf,
dadurch schädigt er sein Wirtstier erheblich.
Glücklicherweise kommt dieser Wurm bei uns nicht sehr
häufig vor.
(Symptome : Abmagerung, Blutarmut, Durchfall)

Mundwerkzeuge eines Hakenwurmes
Peitschenwurm (Trichuris
- Länge 45 - 75 mm) :
Peitschenwürmer kommen beim Hund
verhältnismäßig haufig vor, während dieser Parasit
bei der Katze selten ist.
Bei diesem Wurm ist das Vorderteil haardünn, während
das Hinterteil verhältnismäßig dick ist.
Diese Form erscheint peitschenartig und gibt dem Wurm
seinen Namen.
Der Wurm befällt den Dickdarm der Fleischfresser und
kann in seltenen Fällen auf den Menschen übertragen
werden.
Der Wurm durchstößt die Schleimhaut und saugt Blut, was
eine Blutbeimengung des Darminhaltes nach sich zieht.
Es kommt jedoch zu keinen großen Blutverlusten.
Das Abwehrsysten wird stimuliert, was zu einer fast
ausreichenden Inmunität führt.
Dies erklärt, daß massive Infektionen äußerst selten
auftreten.
Peitschenwürmer (Trichuris) bei Heimtieren:
Sind sehr selten.
Beim Kaninchen werden sie überwiegend im Blinddarm
gefunden.
Kaninchen, die diesen Parasiten beherbergen, zeigen keine
Krankheitsanzeichen.
Der Befund ist zufällig und kann bei der Kotuntersuchung
gestellt werden.

Peitschenwurm vergrößert (Roche)
Haarwürmer (Capillaria) :

Mikrofotografie eines Haarwurmeies
Die Gattung der Haarwürmer ist
stark verwandt mit den Peitschenwürmern, somit ähneln
sich ihre Eier doch sehr, nur die Seitenwand ist etwas
flacher.
Der ausgewachsene Wurm ist sehr dünn, eben
"haarfein", wodurch er seinen Nanen erhält.
Capillarien finden weltweit große Verbreitung, nicht nur
bei Hunden und Katzen, sondern auch bei Pferden, Ratten,
Mäusen, Kaninchen und Igeln. Bei Vögeln, vor allem
Nutzgeflügel wie beispielsweise Tauben und Hühnern,
zeigen sich die Parasitosen durch Haarwürmer als
verantwortlich für eine Reihe von Erkrankungen mit
wesentlichen wirtschaftlichen Schäden.
Auch unsere Ziervögel wie z.B. Wellensitiche,
Nymphensittiche und Papageien werden häufig von
Haarwürmern befallen.
Letztendlich sind aber auch Amphibien und Fische nicht
selten ihre Opfer.
Sie befallen nicht nur den Magen- Darm-Trakt, sondern
auch die Leber, Lunge und Harnblase, was zu einer
Vielzahl an Krankheitssymptomen führt.
Bei Leberhaarwürmern kommt es unter anderem zu Gelbsucht
und Lebervergrößerung, die Leber wird von
weiß-gelblichen Herden überdeckt und vernarbte
"Wurmstraßen" sind als weißliche
Schlangenlinien in der Leber als stille Zeugen der
Wurmwanderung sichtbar .
Eine Diagnose ist nur durch eine Leberbiopsie oder
Endoskopie möglich.
Bei dem Haarwurmbefall der Blase wandern die Würmer vom
Darm über die großen Blutgefäße zur Niere, um
schließlich in der Blase sich an zu siedeln.
Hier werden die Symptome einer Blasenentzündung
verursacht.
Die Diagnose wird durch Ultraschall und
Harnuntersuchungen gestellt.
Der Befall der Lunge mit Haarwürmern ist vor allem beim
Marder, Fuchs, Igel, Katze und Hund häufiger.
Ein schwerer Befall verursacht eine Bronchitis mit Husten
und Niesen.
Die Diagnose kann aus dem Kot gestellt werden.

Der Fuchsbandwurm :
Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit,
der nicht nur den Fuchs befällt.
Neben Kleinnagern, die immer in die Infektionskette
einbezogen sind, können auch Katzen, Hund und Mensch
betroffen sein.
Der geschlechtsreife, nur wenige Millimeter lange
Bandwurm lebt im Dünndarm seines Endwirtes.
Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in
dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.
Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich
hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab.
Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen
Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus.
Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer
Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten
Zwischenwirten.
In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht
sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne.
Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als
Hauptbeutetiere gefressen.
So gelangt die Bandwurmfinne in den Endwirt, in dessen
Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.
Auch Hunde können infizierte Mäuse fressen.
Sie werden dann genau wie der Fuchs zu Endwirten, in
deren Dünndarm der Fuchsbandwurm parasitiert.
Krankheitserscheinungen, wie Darmentzündung, Durchfall,
Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei
starkem Wurmbefall auf.
Die Fuchsbandwurminfektion beim Hund gewinnt dadurch an
Bedeutung, dass die Tiere zu Ausscheidern von
Bandwurmeiern werden und ihr Kot ebenso wie der des
Fuchses Ansteckungsquelle für den Menschen sein kann.
Der Mensch muss Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um
sich zu infizieren.
Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist er ein
Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht an einen
Endwirt weitergeben kann.
In seinen Organen findet aber wie bei echten
Zwischenwirten eine Finnenentwicklung statt.
Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen.
Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen, das diese
Organe weitgehend zerstört.
Für den Zwischenwirt Mensch ist die
Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich.
Eine Heilung ist kaum möglich.
Die Vermeidung von Infektionsrisiken ist besonders
wichtig.
Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können
mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch eine
gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen.
Sie sollten niemals ungewaschen gegessen werden.
Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der
beste Infektionsschutz für den Menschen.
Hände, die das Fell in der Afterregion berührt haben,
dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden.
Auch sollten Hunde und Katzen, die in der Nähe von
Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt
werden.
Der Tierarzt verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm
besonders wirksames, rezeptpflichtiges Medikament.
Die Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion
von Wurmeiern wird unterbrochen.
Andere Bandwürmer

Namez.B. Taenia taeniaeformis,
Taenia cervi, Taenia ovis (Katzenbandwurm,
Rehfinnenbandwurm, Schaffinnenbandwurm)
Kennzeichen : 4 Saugnäpfe und ein doppelter Hakenkranz
am Kopf, bei dem sich lange und kurze Haken abwechseln
Übertragung : Verzehr von Mäusen und Ratten, Innereien
von Wild- oder Nutztieren oder rohem Fleisch insbesondere
Fleischabfälle
Länge : die kleineren sind ca. 60 cm, die größeren bis
2 m lang
Symptome : Meist sind keine Symptome festzustellen.
Man kann manchmal weiße Glieder im Kot finden.
Bei Massenbefall kommt es zu Abmagerung,
Teilnahmslosigkeit, Schwäche und struppigem Haarkleid.
Katzen zeigen Störungen in der Futteraufnahme bis hin
zur Futterverweigerung.

Allgemein :
Bandwürmer verdanken ihren Namen
der flachen, bandartigen Körperform.
Die Würmer leben als Parasiten im Dünndarm der Hunde
und Katzen.
Der Körper gliedert sich in ein Kopfteil (Anheftung an
die Darmwand), einen nicht unterteilten Halsbereich und
die sich ständig neu bildenden Glieder (sog.
Proglottiden).
Die Länge der Gliederkette kann von wenigen Milimetern
bis hin zu mehreren Metern reichen.
Die Nahrungsaufnahme erfolgt über die
Körperoberfläche.
Fast alle Bandwurmarten sind Zwitter, d.h., alle Glieder
beherbergen männliche und weibliche Geschlechtsorgane.
Die Entwicklung der Larven erfolgt in einem oder mehreren
Zwischenwirten.
Diese können durch die in den verschiedenen Organen sich
entwickelnden und dabei wachsenden Finnen erhebliche
Schäden erleiden, die sogar zum Tod des Zwischenwirtes
führen können..
Die Finnen gelangen über die Nahrungskette (z.B. rohes
Fleisch des Zwischenwirtes) in den Darm des Endwirtes und
entwickeln sich dort zum erwachsenen Wurm.
Gurkenkernbandwurm

Dipylidium caninum: Der Bandwurm der
mit den Flöhen kam
Es gibt verschiedentlich
Bandwürmer, welche sich als Zwischenwirte Insekten
ausgesucht haben.
Dipylidium caninum, auch Gurkenkernbandwurm genannt, ist
einer davon, und er benutzt Flöhe und Haarlinge für die
Ausbildung des Finnenstadiums.
Tatsächlich muss das Tier einen befallenen Floh oder
Haarling verspeisen, um mit diesem Bandwurm angesteckt zu
werden.
Es findet aber keine Übertragung von Bandwurmfinnen
über den Speichel des Flohs während dem Saugen von Blut
statt.
Im Darm entwickelt sich sodann der ausgewachsene
Gurkenkernbandwurm, welcher eine Länge von bis zu 80 cm
erreicht.
Die Bandwurmglieder mit den darin verpackten Eiern,
welche das Tier mit dem Kot ausscheidet, sind nur für
die Flöhe und Haarlinge ansteckend. Für den Menschen
stellen sie keine Gefahr dar. Problematisch wird es erst,
wenn ein Mensch (unabsichtlich) einen befallenen Floh
verspeist.
In diesem Fall würde sich ebenfalls ein erwachsener
Bandwurm im Darm entwickeln.Die Glieder von Dipylidium
caninum erinnern in ihrer Form an Gurken- oder
Kürbiskerne. Entsprechend wird dieser Bandwurm auch
Gurkenkernbandwurm genannt.
Tiere, welche Dipylidien im Darm beherbergen, sind in der
Regel nicht krank.
Es braucht eine sehr grosse Anzahl ausgewachsener
Stadien, damit Darmbeschwerden und Durchfall auftreten.
Bei Tieren, welche nie entwurmt werden und gleichzeitig
mit Floh- oder Haarlingsbefall zu kämpfen haben, können
solche Symptome durchaus beobachtet werden.
Um den Gurkenkernbandwurm erfolgreich zu beseitigen, muss
deshalb sowohl mit einem geeigneten Wurmmittel, als auch
mit einem Mittel gegen Flöhe und Haarlinge vorgegangen
werden.
Auf diese Weise wird sowohl die Eiausscheidung mit dem
Kot unterbunden, als auch der Zwischenwirt
eliminiert.Darmparasit, gurkenkernähnliche weißliche
Bandwurmglieder sieht man auf dem Kot des Tieres.
Übertragung - durch Flöhe -
Länge - bis zu 50 cm.
Symptome - meist keine deutlichen Symptome, evtl.
Juckreiz am After "Schlittenfahren",
Verdauungsstörungen, Abmagerung, etc.
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